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U.S. Präsident Obama: Die Wahlen in Tunesien sind „ein wichtiger Schritt nach vorne“

U.S. Präsident Obama: Die Wahlen in Tunesien sind „ein wichtiger Schritt nach vorne“.


Tunesien war das erste Land der Region Nordafrika, das eine Revolution erlebte. Die Wähler entscheiden dort derzeit über eine Versammlung, die eine neue Verfassung erarbeiten und einen neuen Präsidenten wählen soll.

On 2011/10/24,
by Amerika Dienst

WASHINGTON – (AD) – Nachfolgend veröffentlichen wir einen Artikel von Stephen Kaufman, Autor des Büros für internationale Informationsprogramme des US-Außenministeriums, vom 24. Oktober 2011.

Neun Monate nach dem Sturz des Regimes von Zine El Abidine Ben Ali haben die Tunesier von ihrem Recht Gebrauch gemacht, frei eine Versammlung zu wählen, die den politischen Übergang ihres Landes begleitet und eine neue Verfassung für das Land formuliert.

Präsident Obama gratulierte den Tunesiern am 23. Oktober: „Ein Jahr, nachdem die Menschen in Tunesien die ganze Welt inspiriert haben, haben sie einen wichtigen Schritt nach vorne unternommen.“

Er betonte das Engagement der Vereinigten Staaten, Tunesien dabei zu unterstützen, sich „in Richtung einer demokratischen Zukunft, die Würde, Gerechtigkeit, Meinungsfreiheit und wirtschaftliche Möglichkeiten für alle bietet“, zu entwickeln.

Medienberichten zufolge haben Millionen Tunesier geduldig gewartet, um am 23. Oktober ihre Stimmen für die verfassungsgebende Versammlung abzugeben. Sie hat 217 Sitze und wird einen Verfassungsentwurf erarbeiten und einen Interimspräsidenten ernennen, der dann eine zukünftige tunesische Regierung bilden wird.

An den Wahlen haben über 100 politische Parteien teilgenommen. Der Generalsekretär der Wahlkommission Boubaker Bethabet sagte, dass laut Presseberichten mehr als 90 Prozent der 4,1 Millionen registrierten Bürger gewählt hätten.

Während der drei Tage vor dem 23. Oktober hatten Tunesier, die in den Vereinigten Staaten und anderen Ländern leben, ebenfalls die Möglichkeit, ihre Stimme abzugeben.

Die Revolution in Tunesien wurde teilweise durch den jungen Obstverkäufer Mohamed Bouazizi ausgelöst, der sich im Dezember 2010 aus Protest gegen das Regime von Ben Ali und den Mangel an wirtschaftlichen Chancen selbst verbrannt hatte.

In einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters am 23. Oktober sagte Bouazizis Mutter, die Wahlen in Tunesien seien ein „siegreicher Augenblick für meinen Sohn, der starb, als er Würde und Freiheit verteidigte.“

Der erfolgreiche Aufstand inspirierte Menschen in den Nachbarstaaten Ägypten und Libyen sowie in anderen Staaten im Nahen Osten und Nordafrika zum Widerstand gegen ihre autokratischen Regimes. In seiner Erklärung sagte Präsident Obama, dass „Tunesien den Lauf der Geschichte geändert und den Arabischen Frühling eingeleitet hat.“

Sobald die Stimmen ausgezählt sind und die neue Versammlung zusammengetreten ist, wird das Land „viel Arbeit“ vor sich haben, die getan werden muss, um eine Übergangsregierung zu bilden, eine neue Verfassung zu erarbeiten und „einen demokratischen Kurs einzuschlagen, der die Bedürfnisse aller Tunesierinnen und Tunesier berücksichtigt“, so Obama.

Die Ständige Vertreterin der Vereinigten Staaten bei den Vereinten Nationen, Susan Rice, sagte am 24. Oktober, dass die Vereinigten Staaten sich auf die Zusammenarbeit mit der neuen verfassungsgebenden Versammlung während der „nächsten Phase des historischen Übergangs des Landes“ freuen.

Rice verwies auf Berichte über eine hohe Wahlbeteiligung und übermittelte dazu ihre Glückwünsche. Sie sagte: „Dies ist ein Meilenstein auf dem Weg des tunesischen Volkes von der Diktatur zu einer demokratischen Regierung, die auf der Achtung des Willens der Bürger gegründet ist.“

Originaltext: Through Vote, Tunisians Took “Important Step Forward,” Obama Says

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