Ideale, Stil und Stärke: John F. Kennedy in Berlin gewürdigt

Ideale, Stil und Stärke: John F. Kennedy in Berlin gewürdigt
Festveranstaltung der US-Botschaft und der Freien Universität Berlin zur Amtseinführung des 35. US-Präsidenten vor 50 Jahren

Mit einer Feierstunde haben die US-Botschaft und die Freie Universität Berlin am Donnerstag der Amtseinführung des ehemaligen US-Präsidenten John F. Kennedy am 20. Januar 1961 gedacht.

In Vorträgen und einer anschließenden Diskussion sprachen der Präsident der Freien Universität, Prof. Dr. Peter-André Alt, und der US-Botschafter in Deutschland, Philip D. Murphy, über Kennedys Besuch in Berlin und das bis heute anhaltende Interesse an seiner Person und Präsidentschaft.

Anlässlich der Festveranstaltung im Henry-Ford-Bau zeigt die Freie Universität aus ihren Archivbeständen historische Schriftstücke, Fotos und Filme zu John F. Kennedy und dessen Besuch in Dahlem im Juni 1963 – wenige Monate vor seiner Ermordung.

Während seines Berlin-Besuches am 26. Juni 1963 kam John F. Kennedy an die Freie Universität, die durch ihre Gründungsgeschichte eng mit den USA verbunden ist.

Bei diesem Anlass wurde dem US-Präsidenten die Ehrenbürgerwürde verliehen. Kennedys Ansprache vor dem Henry-Ford-Bau inmitten des Kalten Krieges und des geteilten Berlins wurde viel beachtet.

Der Präsident der Freien Universität, Prof. Dr. Peter-André Alt, betonte, Kennedy habe mit seiner Rede an der Freien Universität die deutsche Außenpolitik entscheidend beeinflusst: „Die hier von ihm gesetzten Impulse wurden in den 1970 verhandelten Ostverträgen der sozialliberalen Koalition als ‚Wandel durch Annäherung‘ Realpolitik“, sagte Alt.

Der US-Botschafter in Deutschland, Philip D. Murphy, hob hervor, dass man sich auch nach 50 Jahren in den Vereinigten Staaten wie in Deutschland an einzigartige Veranstaltungen und legendäre Momente aus den 1.000 Tagen der Präsidentschaft Kennedys erinnere: Gründe dafür seien die „Stärke seiner Ideen und Ideale“, aber auch Kennedys Eleganz, Esprit und Stil, sagte Murphy.

Aus Anlass der Festveranstaltung haben das Universitätsarchiv und das John-F.-Kennedy-Institut für Nordamerika-Studien der Freien Universität historische Dokumente zusammengestellt. Sie beleuchten den Wahlkampf, den Berlin-Besuch und die Zeichen der Trauer nach der Ermordung des US-Präsidenten.

Bis zum 16. Februar 2011 sind im Foyer des Henry-Ford-Baus unter anderem die offiziellen Gastgeschenke sowie ein Dankesbrief Kennedys an die Freie Universität zu sehen.
Ausgestellt sind auch Graphiken mit der detaillierten Routenbeschreibung seines Berlin-Besuches und Fotos seiner Ansprache in Dahlem.



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