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Kurienerzbischof Rino Fisichella: Papstschreiben zu Missbrauch noch vor Ostern

kathweb Nachrichten: Kurienerzbischof Rino Fisichella: Papstschreiben zu Missbrauch noch vor Ostern

Katholische Presseagentur Österreich

Kurienerzbischof Rino Fisichella: Papstschreiben zu Missbrauch noch vor Ostern

bilderbox.at

Pastoralschreiben wird primär an die Kirche in Irland aber auch an alle anderen Ortskirchen gerichtet sein

15.03.2010

Vatikanstadt-Mailand (KAP) Papst Benedikt XVI. wird sich voraussichtlich noch vor Ostern in einem Pastoralschreiben, das primär an die Kirche in Irland aber auch an alle anderen Ortskirchen gerichtet ist, zum Thema Missbrauch äußern.

Das wurde der deutschen katholischen Nachrichtenagentur KNA am Montag im Vatikan bestätigt. Durch die jüngsten Ereignisse werde der Brief nun eine internationalere Ausrichtung erhalten. Von dem Schreiben sei allerdings am Wochenbeginn „noch nichts in Sicht“ gewesen, so die KNA.

Kurienerzbischof Rino Fisichella sprach sich am Montag angesichts des Missbrauchsskandals für eine sorgfältigere Auswahl der Priesteramtskandidaten aus. In der Ausbildung einiger Geistlicher und Ordensleute sei die priesterliche Identität vernachlässigt worden, sagte der Präsident des Päpstlichen Rates für das Leben in einem Interview mit der Mailänder Zeitung „Corriere della Sera“.

Zugleich wies Fisichella Vorwürfe gegen Papst Benedikt XVI. zurück. Ihn und die ganze Kirche in den Skandal um sexuellen Missbrauch mit einzubeziehen, zeuge von schlechtem Stil. Der Papst habe sich vor zwei Jahren in den Vereinigten Staaten angesichts der dortigen Missbrauchsfälle „glasklar“ geäußert und werde dies auch in seinem bevorstehenden Brief tun, hob der Erzbischof hervor. Vor allem die Bischöfe müssten mit größter Ernsthaftigkeit der „Null-Tolleranz-Strategie“ Papst Benedikts XVI. folgen. Diese sei keine Option, sondern eine moralische Verpflichtung.

Als Vorbild für eine Reform der Priesterausbildung verwies Fisichella auf die Vereinigten Staaten. Dort gebe es als Folge der Missbrauchsfälle eine Gewissenhaftigkeit in der Auswahl der Kandidaten, die für Europa beispielhaft sein könne. Das Gleiche gelte für die wissenschaftliche und geistliche Ausbildung.

Zugleich verteidigte Fisichella den Zölibat. Priester hätten sich aus Liebe zur Kirche in einer freien Wahl für die Ehelosigkeit entschieden. Die wenigen, die den Zölibat brächen, schadeten der überwältigenden Mehrheit enorm, welche diese Lebensform mit Freude und Ernst lebe. Fisichella wies zudem darauf hin, dass sexueller Missbrauch die ganze Gesellschaft und nicht nur die katholische Kirche betreffe.

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